Kloster

Der hl. Franz von Sales lebte von 1567 – 1622 in Savoyen, südlich des Genfer Sees, in den französischen Alpen. Er war Bischof der Diözese Genf mit Sitz in Annecy und einer der großen Reformbischöfe, der nach dem Konzil von Trient entscheidende Impulse für die Erneuerung der Kirche setzte. Berühmt wurde Franz von Sales durch die Veröffentlichung des Buches “Anleitung zum frommen Leben” oder “Philothea”. Dieses Werk erschien 1609 und zählt bis heute zu den Klassikern der christlichen Weltliteratur. In diesem Buch zeigt Franz von Sales einen praktischen Weg, wie man als Christ in der Welt zu einem geglückten Leben finden kann. 1610 gründete Franz von Sales zusammen mit der hl. Johanna Franziska von Chantal den Frauenorden der Heimsuchung Mariens, im deutschen Sprachraum auch unter dem Namen “Salesianerinnen” bekannt. 1616 reiht sich Franz von Sales mit seinem theologischen Hauptwerk “Abhandlung über die Gottesliebe” oder “Theotimus” ein in die großen Mystiker des 17. Jahrhunderts. Am 28. Dezember 1622 stirbt Franz von Sales. Seine Gebeine ruhen in der Basilika des Heimsuchungsklosters von Annecy an der Seite der hl. Johanna Franziska von Chantal. Am 18. Dezember 1661 wird Franz von Sales von Papst Alexander VII. selig-, und am 19. April 1665 heiliggesprochen. Am 16. November 1877 erklärt ihn Papst Pius IX. als “Lehrer der Liebe” zum Kirchenlehrer. Am 26. Januar 1923 wird er durch Papst Pius XI. feierlich den Journalisten und Schriftstellern als Patron zur Seite gestellt. Ebenso verehrt wird Franz von Sales als Patron der Gehörlosen.

Sein Gedenktag ist der 24. Januar.